© 2008 "Der Grilltrabi" weil's lecker schmeckt

 

Die Geschichte der Bratwurst

 
 

um 700 v.u.Z.

 

Homer gibt in der Odyssee (20, 25) erste schriftliche Kunde von der Wurst. Er beschreibt, wie die alten Griechen die mit Fett und Blut gefüllten Ziegen- und Schweinemägen auf glühenden Kohlen rösteten.

 
 

1. Jh. v.u.Z.

 

Bratwurstrezept im ersten römischen Kochbuch von Apicius.

        
 

um 50

 

Der römische Dichter Petronius berichtet über „Bratwürste, die auf silbernem Bratwurstrost rauchten.“

        
 

1134

 

Die Erbauer des Regensburger Doms stärken sich in unmittelbarer Nähe in einer Brotzeithütte (möglicherweise mit Bratwürsten).

        
 

Anfang 14. Jh.

        

Nürnberger Bratwurstglöcklein an die Außenmauernder der Moritzkapelle gebaut.

        
 

20. Januar 1404

 

„I g vor darme czu brotwurstin“

Eintrag über die Ausgabe von 1 Groschen für Därme zu Bratwürsten in der Propsteirechnung des Arnstädter Jungfrauenklosters.

 
 

1432

 

Fleischhauerordnung der Weimarer Fleischer „so etwas wie ein Reinheitsgebot für die Brat-, Leber- und anderen Würste“.

 
 

1470 (1370)

 

In Esslingen gebietet eine Ordnung, dass nur reines Schweinefleisch zur Herstellung von Bratwürsten verwendet werden darf.

        
 

1498

 

Coburger Bratwurst wird erstmals auf einem Speisezettel des Georgenspitals erwähnt.

 
 

1554 – 1592

 

Hans IV. Stromer (1517-1592) ißt hinter Gittern, im Nürnberger Schuldturm, fast 28.000 Bratwürste.

        
 

1595

 

Bratwurstrezept der Nürnberger Metzgerzunft.

        
 

1600/1601

 

Königsberger Riesenbratwurst misst 1005 Ellen (ca. 670 m).

        
 

2. Juli 1613

 

S(achsen) W(eimarischen) Artikel und Ordnung für das Fleischer-handwerk zu Weimar, Jena und Buttstädt“, § 25 Bratwurst.

        
 

1669

 

Johann Jacob Christoffel von Grimmelshausen preist im „Abenteuerlichen Simplicius Simplicissimus“ die Thüringer Bratwurst,

        
 

1797

Erstes gedrucktes Rezept für Thüringer Rostbratwürste im „Thüringisch- Erfurtisches Kochbuch“ von 1797.

        
 

um 1800

 

Johann Wolfgang von Goethe beschreibt „Bratwürstchen, welche dort (in Nürnberg) so vorzüglich gut gefertigt werden ...“, als „mit Majoran gewürzt und ein wenig geräuchert“ und ließ sich diese mit der Post von Nürnberg nach Weimar schicken.

        
 

1943

 

Herstellung der ersten „Olma-Bratwurst“, einer ganz besonderen Kalbsbratwurst in St. Gallen (Schweiz).

        
 

1952

 

Metzgermeister und Wirt Lorenz Stark stellt die erste Mainfränkische Meterbratwurst oder Sulzfelder her.

        
 

1997

 

Erstmals wird am Cabo de Sao Vicente (am „Ende der Welt“) die „Letzte Bratwurst vor Amerika“ verkauft.

        
 

13. Juli 2000

 

Entdeckung der bislang ältesten Erwähnung der Thüringer Bratwurst

durch Archivar Peter Unger in einem Rechnungsbuch des

Arnstädter Jungfrauenklosters vom Jahre 1404.

        
 

15. Juli 2003

 

Zuerkennung der geographisch geschützten Angabe "Nürnberger Bratwürste" und "Nürnberger Rostbratwürste" im „Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften“.

        
 
 
 
 

17. Dezember 2003

 

Zuerkennung der geographisch geschützten Angabe „Thüringer Rostbratwurst“ im „Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften“.

        
 

22. Mai 2004

 

Großes Fest „600 Jahre Thüringer Rostbratwurst“ auf dem Erfurter Domplatz mit mehr als 20.000 Gästen.

        
 

18. Februar 2006

 

Gründung des Vereines "Freunde der Thüringer Bratwurst e.V.".

        
 

28. Mai 2006

 

Eröffnung des 1. Deutschen Bratwurstmuseums in Holzhausen (Thüringen).

        
 

17. November 2006

 

 Der erste Bratwurstkreisel der Welt wird in Holzhausen eingeweiht.

 


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